Indirect Procurement – ein entscheidender Beitrag zum Erfolg Ihres Unternehmens

einkaufswagen„Im Einkauf liegt der Gewinn“, diese Aussage ist nicht unbedingt neu, aber aktueller denn je. Jeder eingesparte € im Einkauf wirkt sich unmittelbar auf die Gewinn- und Verlustrechnung aus. Nicht nur in Zeiten der Rezession sind Cost-Cuttings kritische Erfolgsfaktoren. Jedes Unternehmen sollte daher originäres Interesse an möglichst hoher Kompetenz in der Einkaufsorganisation haben. Indirect Procurement umfasst die Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen, die nicht Bestandteil der für den Verkauf bestimmten Fertigprodukte bzw. Handelswaren sind.

Bei den direkten Beschaffungskategorien (also  Güter, die in den gefertigten Endprodukten enthalten sind) besteht in vielen Organisationen ein vergleichsweise hoher Reifegrad. Diese Produkte werden häufig direkt in den Kalkulationen berücksichtigt, daher besteht ein originäres Interesse für optimierte Einstandspreise. Bei den indirekten Kategorien wie IT, Facility Management, Professional Services, Fleet, Overhead und Support, Verpackungsmittel sowie MRO besteht in vielen Organisationen ein signifikant geringerer Reifegrad. In vielen Unternehmen überwiegt der Anteil Indirekter Einkaufskategorien am Gesamtspend sogar, kein Unternehmen kann sich in den Zeiten volatiler Gesamtwirtschaft erlauben, diese Kategorien nicht ständig zu optimieren!

Im Zeitverlauf wurden bzw. werden immer noch separierte Einkaufsorganisationen geschaffen, die sich auf Direktmaterial oder indirekte Einkaufskategorien spezialisieren. Direktmaterial ist häufig produktionsgetrieben bzw. im Handel in der Verantwortung des Marketing.

Die Einkaufsorganisationen für Indirekte Güter und Dienstleistungen sind im Regelfall unternehmenseigene Servicedienstleister, die Fachbereiche im Unternehmen werden daher als interner Kunde behandelt. Diese internen Kunden bezahlen den Service des Indirect Procurement letztlich in Form einer Umlage, häufig auch im selben Zug für andere Business Services. Die Dienstleistungen werden auch „Shared Services“ genannt, typischerweise neben HR und Finance auch das Indirect Procurement. Die höchste Ausprägung der Abbildung von Shared Services findet sich in Form des Business Process Outsourcing (BPO), bei dem diese Prozesse in unternehmenseigenen Shared Service Centern abgebildet werden.

In sehr vielen Unternehmen wurde bzw. wird das Indirect Procurement sträflich vernachlässigt. Nicht selten dienten diese Abteilungen in der Vergangenheit als Abstellgleis für anderweitig überforderte Mitarbeiter. Dieser Rückstand muss nun unter steigendem Kostendruck im Unternehmen und immer komplexeren Prozessen aufgeholt werden.